Flagge zeigen – Schafswiesengottesdienst 2008

 

Deutschland - Kroatien 1:2, das war das traurige Ergebnis des zweiten Vorrundenspiels unserer Nationalmannschaft. Zeitgleich zu diesem nicht immer sehenswerten Spiel der Nationalelf bereiteten wir in unserem Wohnzimmer einen schon zur Tradition gewordenen Gottesdienst für Schüler und ihre Familien vor, der am Dienstag vor den Sommerferien (17. Juni) auf der Schafswiese im Kirdorfer Feld stattfand.

Unsere Kinder, die uns laufend über den Spielstand informierten, sowie die zur Fußball-EM allgegenwärtigen Nationalfarben auf Autos, an Häusern, in Geschäften gaben schnell den „Anstoß“ bei der Themenfindung: „Flagge zeigen“ sollte das Thema des Gottesdienstes lauten, der von einer altersmäßig bunt durchmischten Gruppe um Diana Emmelheinz und Jugendpfarrer Joachim Braun vorbereitet wurde. Wir wählten als zentralen Lesungstext die Aussendung der 70 Jünger (Lk 10,1-9), da uns der Sendungsauftrag Jesu an die Jünger auch daran erinnert, dass wir in unserem Leben die Flagge des Glaubens hochhalten und für das, was unseren christlichen Glauben ausmacht, eintreten sollen.

Die Messe auf der Schafswiese hat eine wie ich finde bemerkenswert große Gemeinschaft von etwa 70 Menschen (vom Kleinkind bis zur Oma) gemeinsam gefeiert und dabei im Anschluss an den Evangelientext zur Fragestellung „Was ist Dir an Deinem Glauben so wichtig, dass Du es an andere weitergeben möchtest / dass Du es Dir auf Deine Fahne schreiben möchtest?“ Flaggen kunstvoll in Kleingruppen mit Symbolen und Bildern verziert. Der Gottesdienst, der auf Bierbänken sitzend rund um einen im Zentrum eines aus Seilen gespannten Kreuzes stehenden Altares gefeiert wurde, hat immer schon etwas von Zeltlageratmosphäre und ist vielleicht nicht zuletzt deshalb bei vielen beliebt. Gitarren- und Flötenbegleitung zu den Liedern trugen zum stimmungsvollen Gesamten bei.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der (Gott sei Dank!) bei schönstem Sommerwetter stattfand, gab es noch Brezeln, Grillwürstchen und Getränke, die zu einem gemütlichen Zusammenkommen in kleineren Gesprächsrunden einluden.

 

Torsten Wölfer

 

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